Reiche Erben nicht aus der Verantwortung lassen

Berlin, 19.12.2016 – Im Entwurf des 5. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung wird abermals deutlich, dass die Spreizung zwischen sehr hohen und niedrigen Einkommen in Deutschland weiter zunimmt. Diesem Trend muss mit einer höheren Umverteilung entgegengewirkt werden, findet die Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis, Vorsitzende des Forums Demokratische Linke – Die Linke in der SPD:

 

„Die Schere zwischen Arm und Reich schließt sich nicht. Das müssen wir leider konstatieren und dagegen jetzt etwas tun“, erklärte Mattheis. „Wenn in diesem Land Reichtum in einer Kaste aus Vermögenden weiter vererbt wird, müssen wir das Thema Steuergerechtigkeit, Einführung einer Vermögenssteuer und Korrektur der Erbschaftsteuer wieder in das Programm der SPD zur Bundestagswahl mit aufnehmen. Es ist und bleibt nicht in Ordnung, dass ein Teil der Bevölkerung sich aus seiner sozialen Verantwortung freikauft.“

 

„Wir müssen als Partei mutiger werden.“, findet Mattheis. „Der Armutsbericht belegt, dass Verteilungsungerechtigkeit weiter ein drängendes Problem in diesem Land ist. Dass der Parteivorsitzende dann den Fokus auf EU-Ausländer lenkt, ist kleinlich und lenkt ab von den Gruppen, die sehr viel haben, aber der Gesellschaft kaum etwas davon zurückgeben wollen. Den Finger in diese Wunde zu legen ist Aufgabe der SPD im Jahr 2017!“