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PRESSEMITTEILUNG: Rente mit 68 ist ein sozialpolitischer Anschlag

Veröffentlicht am 8. Juni 2021

Berlin, 08.06.2021 – Der wissenschaftliche Beirat beim Bundeswirtschaftsministerium schlägt die Anhebung des Renteneintrittsalters in Deutschland auf 68 Jahre vor. Die Bundestagsabgeordnete und Bundesvorsitzende des Forums DL21 – Die Linke in der SPD Hilde Mattheis kritisiert den Vorschlag scharf.

 

„Rente mit 68 heißt nichts anderes als Rentenkürzung mit Ansage. Das ist ein sozialpolitischer Anschlag auf die künftigen Rentnerinnen und Rentner, deren Renten damit gekürzt werden. Die durchschnittliche gesetzliche Rente in Deutschland liegt derzeit unter 1.000 Euro, für Frauen ist sie signifikant schlechter als bei Männern, ebenso gibt es ein deutliches Gefälle zwischen Ost- und Westdeutschland. Nun soll nach dem Willen dieser Berater der Bundesregierung hier noch einmal die Axt angelegt werden. Das ist inakzeptabel.“, erklärte Hilde Mattheis.

 

„Ich erwarte von der SPD-Führung, dass sie solche Ideen zurückweist. Schon die Rente mit 67 war ein Fehler. Statt immer weiter die gesetzliche Rentenversicherung auszuhöhlen, müssen wir mutige Reformen zur Stärkung der Altersvorsorge angehen. Dazu gehört die Anhebung des Rentenniveaus auf mindestens 50 Prozent, die Ausweitung des Einzahlerkreises auf Beamte und Selbstständige und die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze.“