
Thomas Jakob ist Gymnasiallehrer für Politik, Geschichte und Chemie. Ortsvereinsvorsitzender im Stadtverbandsvorstand Wolfenbüttel, Mitglied in der GEW und der DL 21.
Konsequent links profilieren!
In diesem Sinne müssen wir wieder die Begriffe wie soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit etc. inhaltlich besetzen. Dies darf nicht den bürgerlichen Parteien überlassen werden.
Ausgangspunkt
Matthias Platzek hat auf dem Karlsruher Parteitag deutlich gemacht, dass er die SPD als eine linke Partei definiert. Eine linke Partei nimmt die Realität ernst und versucht sie zu verändern, so Andrea Nahles. Das Markenzeichen SPD, sozialdemokratische Politik, muss wieder mit Inhalten gefüllt werden. Viele WählerInnen haben sich gefragt, wofür steht eigentlich noch die deutsche Sozialdemokratie, was ist sozialdemokratische Politik?
Einsichten:
1. Das Projekt Partei der Mitte, New Labor ist einfach gescheitert und war von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Wir können nicht erwarten, dass wir eine Umverteilung von unten nach oben unterstützen und somit die Verwertungsbedingungen des Kapitals verbessern und dass wir dafür noch von unseren Wählern/innen noch gewählt werden. Der Bourgeoise wählt sowieso nicht sozialdemokratisch.
2. Die Mitte ist durch die Deregulierungspartei FDP bzw. den Ökoliberalen besetzt.
3. Wenn wir nicht zwischen dem bürgerlichen Lager und der Linken zerrieben werden wollen, müssen wir über unser Profil und unsere Ausrichtung diskutieren.
4. Des Weiteren muss zur Kenntnis genommen werden, dass wir die Regierung nur mit einer linken Mehrheit übernehmen können. (SPD, Die Linke und Grüne) Eine andere Option gibt es nicht.
Folgerungen/Forderungen:
Das heißt also, dass wir unsere ehemaligen WählerInnen, die in das Nichtwählerlager bzw. zur Linken abgewandert sind, zurückgewinnen müssen. Dies können wir nur erreichen, wenn wir uns als die linke Alternative präsentieren. Auf die Mitte zu schielen hilft dabei nicht weiter. Inhaltlich ist die SPD durch ihr Parteiprogramm gut aufgestellt. Hier wird analysiert, dass der Kapitalismus die Kluft zwischen Arm und Reich vertieft, dass sich die sozialen Gegensätze vertiefen. Es zeigt sich, dass das Bekenntnis zu den Grundwerten des demokratische Sozialismus Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität nach wie vor richtig ist. Es kommt aber auch darauf an, dies den Menschen zu verdeutlichen und diese Grundsätze mit konkreter Politik im Interesse der ArbeitnehmerInnen zu verbinden.
Vision:
1. Eine Öffnung der Partei nach Links, d.h.: es werden wieder konsequent linke Positionen in der Öffentlichkeit vertreten; Hatz IV muss in seinen Grundzügen überdacht werden.
2. Ablehnung jeder Form der Privatisierung; Nur Reiche können sich einen armen Staat leisten.
3. Bereitschaft für Koalitionen mit der Linken, wobei wir nicht der Partei „Die Linke“ hinterherlaufen;
4. Aggressive Oppositionspolitik auf kommunaler und Bundesebene;
5. Große Koalition auf kommunaler und Landesebene sind zu vermeiden.
Leider stellen immer noch einige Genossen ihre egoistischen Interessen denen der Partei voran (siehe Thüringen).
Eigenen Kommentar hinzufügen...Beitrag drucken...